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Trotzreaktionen bei Kindern: So geht ihr gelassen damit um

Eltern wissen, dass oft Kleinigkeiten ausreichen, um bei Kindern heftige Trotzreaktionen und Wutanfälle auszulösen. Oft scheint es dann unmöglich, die Kleinen wieder zu beruhigen. Ein paar kleine Tricks können helfen, um der kindlichen Trotzphase gelassen entgegenzublicken und sie gut zu überstehen.

Jeder hat es schon gesehen: Kinder, die im Supermarkt wütend aufstampfen und jetzt unbedingt diese eine Schokolade haben wollen. Oder solche, die auf dem Boden liegen, laut schreien und unter keinen Umständen bereit sind, einen Schritt weiterzulaufen. Daneben meist verzweifelte Eltern, die nicht wissen, wie sie das peinliche Schauspiel beenden können. Die gute Nachricht vorweg: Solch heftige Trotzreaktionen bei Kindern sind vollkommen normal.

Kindliche Trotzreaktionen haben viel mit Autonomie zu tun
Eine Trotzreaktion, so heftig sie auch sein mag, hat beim Kind niemals Böswilligkeit oder Absicht als Ursache. Kinder in der Trotzphase beginnen langsam, sich selbst als Person zu begreifen und entwickeln ein Ichbewusstsein. Sie entdecken ihren eigenen Willen und sagen mit Vorliebe neu gelernte Wörter wie „nein“, „ich“ und „selbst“. Mit der Entwicklung eines Selbstbewusstseins merken sie auch, dass sie etwas bewirken können. In der neuesten Forschung wird die Trotzphase nicht umsonst als Autonomiephase bezeichnet.

Blöd nur: Sie müssen auch erkennen, dass sich ihr eigener Wille oft von dem der Eltern unterscheidet. Dann kommt es zu Wutanfällen oder Trotzreaktionen. Dahinter steckt also eine enttäuschte Erwartung: Der eigene Wille war nicht durchzusetzen. Weil Kleinkinder noch keine Strategien entwickelt haben, um ihre Emotionen zu kontrollieren und ihnen also ausgeliefert sind, müssen sie toben und schreien, bis die Wut verraucht ist. Eine ganz normale Entwicklung.

So verhältst du dich bei kindlichen Wutanfällen richtig
Du solltest deinem Kind das Gefühl geben, ernst genommen zu werden. Wenn du mit Verständnis auf die Wut reagierst, gelassen, aber standfest in deiner Entscheidung bleibst, lernt dein Kind, dass negative Gefühle nichts Schlimmes sind. Ein Kind für Trotzreaktionen zu bestrafen oder ihm zu drohen, verschlimmert die Situation oftmals nur unnötig.

Lass dein Kind in einem vernünftigen Rahmen selbst entscheiden und zeig ihm dadurch, dass es nicht übergangen wird. Ein kleines Kind kann zum Beispiel problemlos selbst wählen, ob es ein rotes oder blaues T-Shirt anziehen möchte. Wenn du den Willen deines Kindes nicht berücksichtigen kannst, solltest du deine Entscheidung für dein Kind nachvollziehbar machen: „Ich kaufe dir jetzt keine Brezel, weil wir in einer Stunde zu Abend essen.“

Das Wichtigste im Überblick
  • Trotzphasen bei Kindern sind etwas vollkommen Normales
  • Kinder lernen in dieser Phase, sich selbst und den eigenen Willen wahrzunehmen
  • Begründe deine Entscheidung gegenüber deinem Kind und bleib dann bei der Entscheidung
  • Nimm dein Kind ernst und lass es in vernünftigem Rahmen mitentscheiden
  • Bleib gelassen

Dein Kind braucht dich als sicheren und konsequenten Begleiter
Wichtig ist, dass du den Trotzanfällen deiner Kinder nicht zu viel Beachtung schenkst und konsequent bei deiner begründeten Entscheidung bleibst. Gibst du häufig doch nach, um unangenehme Situationen zu vermeiden, lernt dein Kind, dass es durch Trotz oder Wutanfall das bekommt, was es möchte. Damit ist dir vielleicht für den Moment geholfen, dein Kind wird aber später Schwierigkeiten haben, Kompromisse einzugehen und Enttäuschungen zu verkraften.

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