Gutes Essen, das Spaß macht

Tipps fürs Beeren pflücken mit Kindern

Sie sind gesund und super lecker: Beeren schmecken am besten, wenn sie selbst gepflückt sind – und das wissen auch schon die Kleinsten. Damit das Sammeln der Beeren ein rundum beerenstarkes Vergnügen wird, geben wir dir ein paar Tipps mit auf den Weg.

Hast du auch eine kleine Naschkatze zu Hause? Dann freut es dich bestimmt, wenn im Sommer wieder gesunde Leckereien in der Natur gedeihen, die du mit deinem Kind entdecken und ernten kannst. Doch wo suchen gehen, wenn nicht im eigenen Garten?

Beeren pflücken – gewusst, wie
Wenn nicht ausdrücklich verboten, kannst du dich bedenkenlos in öffentlichen Parks oder auf Gemeindewiesen ans Beeren pflücken machen. Erdbeeren, Himbeeren und Johannisbeeren eröffnen die Saison der süßen Früchtchen, die Spätsommersonne lässt dann blauschimmernde Heidelbeeren reifen und noch bis in den Oktober hinein kannst du saftige Brombeeren ernten.

Wenn du losgehst, um eine größere Menge Früchte einzusammeln und mit nach Hause zu nehmen, nimmst du am besten feste Gefäße mit möglichst glatter Oberfläche mit, die auch Flecken vertragen. In Plastiktüten oder grob geflochtenen Körben können die zarten Beeren leicht zerquetschen.

Vorsicht bei falschen Früchtchen
Bei einem Spaziergang im Wald locken auch im Spätsommer und Herbst jede Menge farbenprächtige Wildbeeren. Allerdings sind nicht alle bunten Früchte an Sträuchern so süß und gesund, wie sie aussehen. Tollkirschen, Zwergmispeln und Vogelbeeren leuchten ebenso verführerisch wie die Früchte von Wolfsbeere, Eibe und Stechpalme – allesamt sind aber giftig und selbst für Erwachsene leicht zu verwechseln. Daher gilt für Groß wie Klein: Nichts probieren, was du nicht hundertprozentig kennst. Brombeeren und Himbeeren gehören übrigens zu den Rosengewächsen und haben kleine Stacheln. Grundsätzlich empfiehlt sich beim Sammeln lange Kleidung, damit es beim Pflücken nicht piekst und kratzt.

Die Schwarze Tollkirsche
Die Zwergmispel
Die Eibe
Die Schwarze Tollkirsche

Erst waschen, dann naschen
Egal, ob aus dem Garten oder Wald: Die Beeren sollten vor dem Verzehr unbedingt gründlich gewaschen werden. Das heißt: Halte dich vor Ort am besten mit dem Naschen zurück – auch wenn das besonders den Kleinsten schwerfällt. Denn auf Früchten und Sträuchern lauert eine Gefahr: Es können sich Eier des gefährlichen Fuchsbandwurms oder nicht minder gemeiner Kollegen darauf befinden. Am sichersten ist, wenn du nur Beeren ab 60 Zentimeter Höhe pflückst und darauf achtest, dass auch dein Sprössling nicht in unmittelbarer Bodennähe sammelt. Bei der Beerensuche im Unterholz schützen lange Kleidung und feste Schuhe vor Mücken, Zecken und anderem Krabbelgetier.

Das Wichtigste im Überblick
  • Auf öffentlichen Plätzen ist das Beeren sammeln für den Eigenbedarf erlaubt
  • Glatte, feste Sammelbehälter eignen sich am besten
  • Goldene Regel: Nur pflücken, was du wirklich kennst
  • Lange, feste Kleidung schützt vor Zecken, Mücken und stacheligen Beerensträuchern
  • Alle Beeren vor dem Verzehr unbedingt gründlich waschen
  • Öffentliche Höfe und Gärten laden zum selber pflücken ein

Beerensuche leichtgemacht: Offene Gärten und Höfe 
Wo in deiner Nähe wilde Beerensträucher und andere Obstsorten wachsen, kannst du über die Standortkarte der kostenlosen Online-Plattform Mundraub herausfinden. Wer nicht gerade umringt von Wald und Wiesen lebt, dem bieten Naturerlebnis-Höfe und offene Gärten Gelegenheit, verschiedene Obst- und Gemüsesorten zu ernten. Anlaufstellen wie den Berliner Beerengarten, Hofreiter in München oder Engels Hof bei Köln gibt es praktisch in der Nähe aller größeren Städte.

So wird das Sammeln bei Bewegung an der frischen Luft für Groß und Klein zum beerenstarken Vergnügen, das mit süßem Genuss belohnt wird.


Wusstest du,


…dass die leckersten Süßigkeiten
in der Natur wachsen? Beeren
kannst du im Sommer und Herbst
super selber pflücken. Aber pass
auf, dass du keine giftige Sorte
erwischst. Wasch auch die Beeren
immer ab, bevor du sie in den Mund steckst!

Gutes Essen, das Spaß macht