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Schlechtes Zeugnis? So motivierst du dein Kind beim Lernen

Eine 4 in Mathe, eine 5 in Geschichte und der Rest des Zeugnisses nach dem ersten Halbjahr sieht auch nicht rosig aus? Auweia, das gibt Ärger… Doch die schlechten Noten geben oft kein ausreichendes Gesamtbild ab. Statt dicker Luft braucht dein Kind jetzt Motivation und positive Anreize, damit es mit dem Lernerfolg im zweiten Halbjahr besser klappt.

An einem schlechten Zeugnis haben die meisten Kids ziemlich zu knabbern, auch wenn manch einer vielleicht auf „cool“ macht. Denn in Gefahr sein, nicht versetzt zu werden, ist nicht cool. Statt zu schimpfen, solltest du daher versuchen, deinem Kind den eigenen Frust zu nehmen.

Ansporn durch Anerkennung: Gute Noten sind nicht das Maß der Dinge

Das Zeugnis sagt nicht aus, wie viel Einsatz und Mühe ein Schüler investiert hat. Für ein Kind mit Lernschwäche kann ein Zeugnis, in dem häufig eine 3 oder 4 steht, durchaus gut sein. Auch eine 1 in Nebenfächern wie Sport oder Kunst ist eine Leistung, die Anerkennung finden sollte. Lob stärkt das Selbstvertrauen und spornt zu weiteren Erfolgen an. Fokussierst du zunächst auf die Fortschritte und Stärken – eventuell auch außerhalb der schulischen Leistung – bringst du deinem Kind Wertschätzung entgegen und motivierst es damit. Auf dieser Basis könnt ihr über mögliche Ursachen für die schlechteren Noten sprechen und das Problem an der Wurzel packen.

Entdecken statt Pauken: Die richtigen Impulse setzen

Kinder sind von Natur aus wissbegierig – vorausgesetzt, sie interessieren sich für ein Thema. Das ist bei Algorithmen, Vokabeln oder Photosynthese nur selten der Fall. Trotzdem kannst du mit den richtigen Anreizen das Interesse wecken: Für den Sommerurlaub in Frankreich oder Spanien lohnt sich das Vokabeln lernen schließlich doppelt.

Wer sich in Physik und Mathe auskennt, kann sich als Hobby-Wissenschaftler betätigen und wird vielleicht auch sein Interesse für eine Karriere als echter Wissenschaftler entdecken. Wer gut in Geografie ist, gewinnt die nächste Runde „Stadt-Land-Fluss“. Schnöde Theorie lässt sich oft im Alltag einbringen: Bei einem Waldspaziergang könnt ihr Baumarten bestimmen, im Supermarkt wird Rechnen geübt und den wahrscheinlich englischsprachigen Lieblingssong übersetzt ihr gemeinsam beim Hören.
Auch interaktive Museen, Lern-Apps und Online-Portale können den Unterrichtsstoff veranschaulichen und wecken spielerisch die Neugier auf Neues.

Lernen nach Plan – aber aus eigenem Antrieb

Auch wenn du deine Hilfe anbieten und Anregungen geben kannst, muss der Wille zum Lernen von deinem Kind kommen. Es bringt nichts, ihm Nachhilfestunden aufzuzwingen oder es zum Pauken zu verdonnern. Am besten formuliert dein Kind seine Lernziele selbst und hält auch fest, wie es sie erreichen möchte. Auf greifbare Vorhaben wie täglich 20 Minuten Vokabeln üben hat es direkten Einfluss und spürt, dass sich das Engagement lohnt. Nachhilfe ist dann sinnvoll, wenn dein Kind selbst erkennt, dass es professionelle Unterstützung braucht, um den Unterrichtsstoff zu verstehen.

Ideal ist individuell: Dein Kind bestimmt die Lernumgebung

Direkt nach der Schule an den Schreibtisch und Hausaufgaben machen? Das mag lobenswert klingen, ist aber nicht immer optimal. Nach einer Runde Fußball ist der Kopf manchmal viel freier. Vielleicht hat dein Kind auch einen Lieblingsplatz, an dem es sich besser konzentrieren kann. Wer sich wohlfühlt, ist prinzipiell aufnahmefähiger. Dabei tragen Ruhe, gute Luft und Licht ebenso zum Lernerfolg bei, wie genügend Schlaf, ein gesundes Frühstück und Erholung vom Schulstress. Deswegen sollten Hobbies und Freunde zwischen den Lerneinheiten nicht zu kurz kommen.

Das Wichtigste im Überblick
  • Druck und Frust sind Gift für die Motivation: Lieber positive Punkte loben als meckern
  • Mit neuen Lernanreizen kannst du das Interesse für schnöde Schulthemen wecken
  • Lernstoff bleibt durch Bezug zum Alltag besser hängen 
  • Nicht zum Pauken verdonnern: Nachhaltiges Lernen braucht eigenen Antrieb 
  • Wer sich wohlfühlt, ist konzentrierter: Lass dein Kind die Lernbedingungen bestimmen
  • Freunde, Hobbies und schöne Erlebnisse sind ein wichtiger Ausgleich zum Schulstress und tragen zum Lernerfolg bei
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