Gutes Essen, das Spaß macht

Leckeres und gesundes Gemüse anbauen: Euer eigener kleiner Naschgarten

Endlich wieder Gartenzeit! Was gibt es schöneres, als zwischen all den farbenprächtigen Blumen dem selbst ausgesäten Gemüse beim Wachsen und Gedeihen zuzusehen? Auch deine Kinder können dich hierbei schon tatkräftig unterstützen. Wie ihr ganz einfach zusammen zu echten Hobbygärtnern werden könnt, liest du in diesem Artikel.

Gemüse gehört nicht gerade zu den Lieblingsbeilagen der Kids. Was aber, wenn sich deine Kleinen vom Samen bis zum reifen Endprodukt selbst um das gesunde Grün kümmern und sehen, wie es Tag für Tag größer wird? Wenn die Ernte am Ende auch noch auf dem Teller landet und sogar fruchtig süß ist, ist die Motivation, sich im eigenen Garten oder Beet zu betätigen, gleich noch viel höher. Aus eigener Aufzucht werden den kleinen Hobbygärtnern sicherlich bald sogar Zucchini und Brokkoli schmecken.

Die Mischung macht‘s

Im Supermarkt, Blumengeschäft oder Baumarkt findest du meist eine große Auswahl an Samen, die einfach zu handhaben sind und schnelle Ergebnisse zeigen. Um deinen Sprössling bei Laune zu halten, müssen schon nach kurzer Zeit die ersten Stängel und Blätter zu sehen sein.

Lass dein Kind entscheiden, was es in seiner Ecke des Gemüsegartens anpflanzt, achte aber darauf, dass die Auswahl nicht zu eintönig wird. Sucht zu Beginn am besten die Kräuter und Gemüsesorten aus, die dein Kind schon kennt und von denen du sicher sein kannst, dass sie ihm später auch schmecken werden. Auf der sicheren Seite bist du hier mit Tomaten, Erbsen, Gurke und Paprika. Wenn dein Kind schon an den Geschmack und die Schärfe gewöhnt ist, könnt ihr es auch mit Radieschen versuchen.

Neben verschiedenem Gemüse sind auch süße Himbeeren, Heidelbeeren und Brombeeren perfekt, um sie im eigenen Garten anzubauen. Lass dein Kind, bevor die Früchte komplett reif sind und ihr die Sträucher leer erntet, ruhig immer mal wieder naschen – so ist die Vorfreude auf die Ernte am Ende noch größer.

Der richtige Start

Am besten legt ihr euren Gemüsegarten gegen Anfang Mai an, wenn die Temperaturen konstant um die 20 Grad liegen. Dann ist auch die Erde warm genug und bietet die bestmöglichen Bedingungen für das eigene Beet. Genauso wichtig ist der richtige Standort für deine Gemüseecke. Dieser sollte sowohl sonnig als auch luftig sein und auf jeden Fall genügend Platz bieten: Ein bis zwei Quadratmeter reichen für den Anfang.

Gutes Werkzeug

Gießkanne, Schaufel und Harke solltest du zur Gartenarbeit auf jeden Fall parat haben. Spezielles Kinder-Garten-Werkzeug eignet sich perfekt für kleine Hände. So können dich auch deine Kleinen tatkräftig im Beet unterstützen.

Die perfekte Aufgabenverteilung

Wenn du dich dafür entscheidest, die Samen direkt einzupflanzen und nicht erst keimen zu lassen, solltest du den Boden einmal kräftig umgraben. Wenn dein Kind groß genug ist, kann es dir dabei schon zur Hand gehen – sonst solltest du diese Aufgabe alleine übernehmen. Im Anschluss daran kann dein Kind sich seine Harke schnappen, die Erde wieder ordentlich verteilen und für die Gemüsesamen Furchen ziehen – oder mit dem Stiel der Schaufel kleine Löcher in den Boden drücken. So teilt ihr euch den Aufwand und seid gemeinsam für eure Pflänzchen verantwortlich.

Achte beim Einsäen darauf, dass die Samen nicht zu tief in die Erde sinken und, je nach Pflanze, ausreichend Abstand zueinander haben. Alle nötigen Informationen findest du auf der Rückseite der Samentütchen. Zum Schluss heißt es dann ordentlich gießen. Das können auch die Kleinsten bereits übernehmen und sich im Sommer bei heißen Temperaturen gleich eine wohlverdiente Abkühlung holen.

Gemüse und Kräuter wachsen auch auf Balkonien

Du wohnst in der Stadt und hast keinen Garten, in dem du etwas anpflanzen oder anbauen kannst? Das ist überhaupt kein Problem. Kleine Gemüsesorten und Kräuter lassen sich auch problemlos auf dem Balkon oder der Fensterbank heranziehen. Das Gute hieran: Kräuter wachsen sehr schnell, lassen sich auf viele verschiedene Arten verarbeiten und passen oft zum ebenfalls selbst angebauten Gemüse: Basilikum und Oregano beispielsweise sind die Klassiker der italienischen Küche und schmecken zu Tomaten am besten. Aber auch Petersilie und Schnittlauch sind pflegeleicht und vielseitig in der Küche einsetzbar.

Für deinen kleinen Kräutergarten wählst du am besten für jedes Gemüse und jede Kräutersorte einen eigenen Topf. Fülle jeden bis wenige Zentimeter unter dem Rand mit Anzuchterde, streue ein paar Samen darauf und bedecke diese dann mit einer weiteren, dünnen Schicht Erde. Lass deinen Nachwuchs die Töpfe am besten mit einer Spritzflasche wässern, damit nicht allzu viel daneben geht. Die ersten Ergebnisse sollten schon nach ein paar Tagen sichtbar sein.

Ein Kräuterregal mit mehreren Etagen, das auf jedem Balkon oder in der Küche Platz findet, findest du in jedem gut sortierten Baumarkt. Wenn du aber auch hier selbst Hand anlegen möchtest, findest du hier eine Bauanleitung für ein kreatives Do-It-Yourself-Regal.

Das Wichtigste im Überblick
  • Anfang Mai ist die beste Zeit um dein Gemüse einzusäen.
  • Entscheide dich für Gemüse und Obst, das schnelle Ergebnisse zeigt.
  • Geh deinem Kind bei schweren Aufgaben zur Hand, übernimm aber nicht die ganze Arbeit. Einfache Aufgaben kann dein Kind auch prima selbst erledigen.
  • Kräuter und kleinwachsende Gemüsesorten sind gute Alternativen für Balkone oder Fensterbretter.
  • Erntet die Früchte eurer Arbeit gemeinsam und genießt dann ein leckeres, frisches Essen aus eigener Anzucht zusammen.

Und wenn der Garten abgeerntet ist? Natürlich muss auch alles, was den Sommer über gehegt und gepflegt wurde, verarbeitet werden. Ein Rezept für eine pfiffige Gemüsepfanne, in der du dein selbst gezüchtetes Gemüse verwenden kannst, findest du hier. Guten Appetit!

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