Gutes Essen, das Spaß macht

Iss dich um die Welt, Teil 1: Bella Italia

Es ist das Land, wo die Zitronen blühen – und die Geschmacksnerven eine Party nach der anderen feiern: Essen aus Italien schmeckt Groß und Klein. Was macht die Küche des Landes so beliebt und welche italienischen Gerichte sind besonders geeignet für Kinder? Wir stellen beliebte Speisen von der Südseite der Alpen vor – für kleine und große Feinschmecker.

Der Rest der Welt hat Italien einige kulinarische Grunderfahrungen zu verdanken. Was wäre das Leben ohne Pizza, Pasta, Olivenöl und Mozzarella? Gerade für Feinschmecker ist Italien das gelobte Land. Was die Küche so beliebt macht: die oft einfachen, frischen aber ungeheuer leckeren Grundzutaten, aus denen sich ohne großen Aufwand tolle Gerichte zaubern lassen.

Niemand ist anti bei Antipasti

Nach diesem Prinzip funktioniert zum Beispiel der klassische Antipasti-Teller, bei dem sich ältere Damen gerne schon den Namen auf der Zunge zergehen lassen. Wirklich spannend für die Geschmacksnerven sind dann freilich Salami, Prosciutto, Hartkäse, eingelegte Oliven und Artischocken.
Bei dieser klassischen Vorspeise wie auch bei anderen Gerichten gilt dabei: Nicht alles, was dir schmeckt, findet die gleiche Liebe bei deinem Kind. Gerade Gemüse in Öl und Knoblauch schmeckt Kindern oft weniger. Die vielen Sorten an Schinken und Salami treffen da schon eher auf Begeisterung. Wichtig dabei: Für Kinder besser eine nicht zu salzige Variante wählen. Caprese alias Tomate-Mozzarella kommt bei Kindern meist sehr gut, genau wie Crostini und Buschetta.

Hier ist wiederum der Belag entscheidend. Es gibt Zutaten, die sich häufig auf geröstetem Brot finden, auf die dein Kind vielleicht weniger steht, wie beispielsweise Fegato (Leber).

Primo Piatto – der erste Gang

Bei einem richtigen italienischen Menü kommt dann der erste Gang auf den Tisch: Primo Piatto. Dabei handelt es sich meist um etwas aus dem unermesslich großen Reich der Pasta-Variationen. In manchen Regionen setzt man auch auf das Reisgericht Risotto oder auf Gnocchi, die auf Weizen- oder Maisgries oder Kartoffeln basieren. Pasta und Gnocchi findet sich immer in einer Variante mit Tomatensauce – meist ein sicherer Treffer bei Kindern. Vielleicht ist eine andere Zutat zu einem Pasta-Gericht der richtige Weg, um deinen Nachwuchs an neue Geschmäcker heranzuführen. So beinhaltet Spaghetti Putanesca zum Beispiel Tomatensauce für Fortgeschrittene: mit Knoblauch, Zwiebeln und Sardellen. Für kleinere Kinder mit zarten Geschmacksnerven noch nicht unbedingt geeignet. Mit Spaghetti Vongole erfährst du bald, ob deinem Kind Muscheln schmecken.

Darf‘s ein Secondo Piatto sein?

Möglicherweise ist der Magen deines Kindes oder auch dein eigener danach schon ausreichend gefüllt. Vielleicht hat dein Kind aber auch Lust auf ein Fleisch- oder Fischgericht, das zum Hauptgang ansteht. Auch hier herrscht große Vielfalt. Wenn dein Kind auf Wiener Schnitzel steht, musst du auf der Karte eines italienischen Restaurants ein Mailänder Schnitzel bestellen. Es geht aber auch viel ausgefeilter: Saltimbocca alla romana verbindet ein Kalbsschitzel und Schinken mit dem eigenwilligen Salbeigeschmack. An den darf sich dein Kind gerne gewöhnen, schließlich hilft Salbei gegen Entzündungen. Mal jenseits des Klischees der italienischen Küche kommt ein Ossobuco alla milanese daher: Mehrere Stunden schmort dafür im Topf eine Kalbshaxe in einer tomatenlastigen Sauce und gibt feine Geschmäcker an die Sauce ab. Je nach Alter musst du hierbei nur vorsichtig mit dem Wein sein, der ins Gericht gehört. Hinzu fügst du am Schluss eine Gremolata aus frischem Gemüse und Kräutern.

Pizza wunderbar

Fast alle Kinder lieben Pizza. Beim Pizza essen fallen die verschiedenen Gänge weg und es gibt lediglich die Frage des Belags.

Du kannst aber gerade diese Gelegenheit wunderbar nutzen, um dein Kind an Essen zu gewöhnen, dass es bisher kategorisch ablehnt. Vielleicht isst er oder sie den „zufällig“ auf der Pizza befindlichen Broccoli mit und merkt, dass es auch sonst keinen Grund gibt, die „grünen Bäumchen“ zu verschmähen. Pizza kannst du natürlich auch wunderbar zu Hause selbst machen und dein Kind ins Belegen einbinden. So macht selbst die Vorbereitung des Essens Spaß.
Einen finalen Höhepunkt erreicht ein typisches italienisches Menü mit einer der fantastischen süßen Nachspeisen. Hier ist es wahrscheinlich am leichtesten, dein Kind glücklich zu machen. Egal ob Eis, Tiramisu oder mit süßer Creme gefüllte Teigtaschen – gerade bei letzteren bietet jede Region ihre eigenen Spezialitäten.

Ob auf Reisen, beim Italiener um die Ecke oder in deiner eigenen Küche: Das Land zwischen Alpen und Ätna bietet eine große Vielfalt an leckerer Speisen, mit denen du auch deine Kleinen begeistern kannst. Und dann heißt es hoffentlich „Bravissimo, Mamma!“

Gutes Essen, das Spaß macht